Sonntag, 26. Juni 2011

Underground Gopher

Vor Kurzem kam mir die Idee, mich doch etwas näher mit Gopher (den Vorläufer des World-Wide-Web, ein Netzwerkprotokoll mit Standardport 70) zu befassen. Eine Einführung in Gropher gibt es auch. Hier noch eine weitere.

2004 hat Wired "Gopher" als "Underground Technology" bezeichnet.

Zitat: Mention gopher to a newcomer to the Web and you might get a blank stare. Mention it to an old-timer and you're likely to see a nostalgic smile. But to a community of developers and enthusiasts, gopher is alive and kicking. And if they have their way, it will have a healthy future..

Sucht man tatsächlich einmal nach Gopher-Servern (davon gibt es nicht mehr all zu viele), findet man hochgradig nerdige Textfiles (etwa Bücher wie das bekannte und empfehlenswerte Buch Kuckucksei oder auch Alice's Adventures in Wonderland), Midi-Dateien, aber auch Aktuelles, denn tatsächlich betreiben einige Menschen Gropher-Server oder setzen diese sogar neu auf.

Auch ältere Einführungen in den Gopherspace (gopher/welcome) oder das Gopher Manifesto lassen sich dort finden.

Im Internet Explorer hat Microsoft (laut Wikipedia) den Support für Gopher:// bereits vor geraumer Zeit eingestellt, mit diversen anderen Browsern kommt man aber (notfalls über Plugins) noch auf die Gopher-Server. Alternativ kann man sich auch einfach gopher, einen Konsolen-Client, installieren (s. Abb.).


Eine Liste bekannter Gropher-Server gibt es übrigens hier: http://gopher.floodgap.com/gopher/gw?gopher.floodgap.com/1/world -- dort gibt es ein HTTP-Interface für unzählige Gopher-Server -- fast schon schade. Gut ist der HTTP-Zugriff allerdings auch, denn floodgap.com stellt somit auch ein Archiv für nicht mehr existierende Gopher-Server bereit.

Wer einen eigenen Gopher-Server aufsetzen möchte, findet gopherd meist nicht mehr als Package für seine Distribution vor, dafür gibt es aber gofish und den Phyton-basierten pygopherd.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen