Mittwoch, 23. Februar 2011

Die Killer-App

Unter den OpenSource-Entwicklern gibt es einen ganz besonders großen Wunsch: Eine "Killer-App" zu schreiben.

(Date/Datum: 080430-22:39, Hits: 1263) Software zu schreiben, die von vielen Leuten benutzt/benötigt wird, und mit der man sich dann auch noch identifizieren kann, das ist eine ganz tolle Sache. Wenn diese Software auch noch äußerst tolle Features hat oder aus einem anderen Grund besonders hervorsticht, dann kann es durchaus vorkommen, dass man diese Anwendung als "Killer-App" (also Killer-Application) bezeichnet.

Selber ein solches Programm zu schreiben, dass wollen wir OpenSource-Entwickler doch alle. Am besten wäre es doch, wenn man sagen könnte, man hätte Slackware, den Linux-Kernel, den vi-Editor oder ähnliches erschaffen. Nur gibt es diese Programme alle schon ... und überhaupt: Eigentlich gibt es ja schon fast alles! Jedenfalls ist es aus diesem Grund gar nicht so einfach, sich etwas neues auszudenken. Wenn dieses "neue", dann auch noch die Killer-App-Anforderungen erfüllen soll, ist es dann wiederum nochmals deutlich schwerer.

Eine recht vernünftige Lösung ist dann die, sich einem größeren Projekt (beispielsweise einer Linux-Distribution, dem KDE-Projekt oder sonstigem) anzuschließen. Damit bekommt man zwar als einer von vielen Entwicklern nicht die Aufmerksamkeit, die man sich eventuell wünscht, weiß aber, dass die Software, die man schreibt, von vielen benutzt werden wird. Ausserdem arbeitet man mit Leuten zusammen, die sich für das interessieren, was man auch tut.

Diese beiden Möglichkeiten (Kreativer Alleingang und Community-Projekt) bieten sich dem OpenSource-Entwickler also heute.

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